Mit Toleranz und Respekt

  • Eigentlich lebt es sich friedlich im Märchenwald. Da sind die Großmutter und ihre Freundin, die Shopping-Queen, die gerade von einer ausgiebigen Einkaufstour kommt, die Fotografin Isabella und ihr schönes Model, zwei fußballspielende Prinzen und die kleine Dame, die Kaffee über alles liebt. Doch dann bricht Chaos aus! Eine Diebin geht auf Streifzug, ein kleiner Hund fletscht die Zähne und die Fäuste fliegen. Das gefällt dem König des Märchenwaldes so gar nicht. Gemeinsam mit seinen Untertanen überlegt er, wie alle wieder in Frieden zusammen leben können. "Mit Toleranz und gegenseitigem Respekt. Jeder darf das machen, was ihm am meisten Spaß macht, und akzeptiert den anderen, so wie er ist", lautet das Fazit. Und so klappt das Zusammenleben am besten! Das Westfälische Landestheater hat mit der Internationalen Förderklasse der Willy-Brandt-Gesamtschule, die Kooperationspartner des WLT im Theaterrucksack ist, ein gemeinsames Projekt realisiert.

    Die Schülerinnen und Schüler gemischten Alters probten zehn Wochen lang mit WLT-Theaterpädagogin Katrin Kleine-Onnebrink und dem freischaffenden Theaterpädagogen Hendrik Becker an ihrem ganz eigenen Theaterstück. „Nur das Thema Märchen war vorgegeben. Alle anderen Ideen, von den Figuren über die Kostüme bis zur Musik, haben die Kinder und Jugendlichen selbst entwickelt“, erzählt Katrin-Kleine Onnebrink. „Die Schülerinnen und Schüler haben alle einen Fluchthintergrund und sind aus verschiedenen Ländern zu uns gekommen. Theaterspielen war für jeden eine völlig neue Erfahrung.“ Zur Abschlussaufführung von „Streit im Märchenwald“ kamen kurz vor Ostern neugierige Mitschüler, Eltern, Geschwister und Lehrer ins WLT-Studio. Am Ende gab es strahlende Gesichter und viel Beifall, den sich alle mehr als verdient hatten.Gefördert wurde das Projekt vom Förderverein der Willy-Brandt-Gesamtschule und der AGORA Bürgerstiftung.
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