Begrüßung zur Einweihung der Willy-Brandt-Statue am 31.08.16

      Begrüßung zur Einweihung der Willy-Brandt-Statue am 31.08.16

      Sehr geehrter Herr Nietan, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Eltern und liebe Gäste!Als Schulleiterin der Willy-Brandt Gesamtschule begrüße ich Sie alle herzlich im Namen der Schulgemeinde zur feierlichen Übergabe der Willy-Brandt-Statue durch den Bundestagsabgeordneten und Bundesschatzmeister der SPD Dietmar Nietan hier im PZ.


      Ganz besonders freue ich mich, dass der Bürgermeister Rajko Kravanja, der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe und ein Vertreter der Landtagsabgeordneten Eva Steiniger-Bludau sowie die heimische Presse meiner Einladung zu dieser Feierstunde gefolgt sind. Herzlich Willkommen!

      Ich bin stolz darauf, dass es uns gemeinsam gelungen ist, den Namensträger unserer Gesamtschule, dem Menschen und dem Politiker Willy Brandt sowie seinem Wirken an unserer Gesamtschule für alle Mitglieder der Schulgemeinde einen noch größeren und sichtbareren Raum zu geben, um ihn auf diese Weise zu würdigen.


      Ganz im Sinne von Willy-Brandt: „Es ist wichtiger, etwas im kleinen zu tun, als im großen darüber zu reden.“ habe ich zunächst - als vor gut einem Jahr die Aufforderung des SPD Bundesparteibüros an alle Willy-Brandt-Schulen kam, sich um die Nachbildung der Willy-Brandt-Skulptur zu bewerben, dieses Schreiben erst einmal an die Seite gelegt. Die Bewerbung war nämlich verbunden mit der Einreichung eines räumlichen/ künstlerisch/gestalterischen sowie gesellschaftspolitischen Schulkonzepts.

      Zwar konnten wir schon einige der genannten Bedingungen erfüllen. Es gab bereits eine „Wandzeitung“ in einem Schaukasten zur Person Willy-Brandts, zu seinem Leben sowie seinem politischen Werdegang und darüber hing ein Porträtfoto von ihm im PZ. Also einem öffentlichen und für alle zugänglichen Ort, an dem sich Schülerinnen und Schüler über den Namensträger der Schule auch noch heute informieren können. Diese Informationswand ist das Produkt von Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines Geschichtsprojektes unter der Leitung des Kollegen Siegfried Störmer. Natürlich ist die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte im Gesellschaftslehre- und Geschichtsunterricht curricular verankert. Auch die Auseinandersetzung mit Skulpturen verschiedener Künstler sowie deren kreative Gestaltung und Präsentation gehören zum Unterrichtsalltag des Kunstunterrichts in der SI sowie in der SII.


      Angesichts der aktuellen gesellschafts- und schulpolitischen Herausforderungen wie Inklusion und Zuwanderung von Flüchtlingskindern, denen sich auch die Schulgemeinde der Willy-Brandt-Gesamtschule als „Schule des gemeinsamen Lernens“ stellt, war ich fasziniert von der Chance, den dieser Wettbewerb in sich trug. Den Schülerinnen und Schülern deutlich zu machen wer und was sich hinter dem Namensträger dieser Schule nämlich Willy-Brandt verbirgt und sein politisches Vermächtnis wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken wie: Seine Verdienste für ein friedliches Miteinander der Völker in Europa, für die er als erster Kanzler der Bundesrepublik 1971 den Friedensnobelpreis erhielt. Die Forderung nach Bildungsgerechtigkeit und auf Chancengleichheit für alle Kinder, die unter seiner sozialliberalen Regierung Ende der 60 er Jahren umfassende Bildungsreformen und ein Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik einläuteten. In deren Zug entstanden auch die ersten Gesamtschulen zunächst als Schulversuche.

      Deshalb suchte ich zuerst nach Unterstützerinnen und Unterstützern des Projektes im Kollegium. Anette Liesert (Geschichte) und Katrin Nöldeke-Rambadt (Kunst) waren begeistert von der Idee und schrieben ein Konzept und wir bewarben uns.


      Lange Zeit hörten wir nichts von unserer Bewerbung. Nachdem im Frühjahr dieses Jahres das Signal aus Berlin kam, dass die Nachbildung der Willy-Brandt-Skulptur nun bald geliefert wird. Der Termin der offiziellen Einweihung, jedoch erst später erfolgt, freuten wir uns über unseren ersten Erfolg.Zu dem Projektteam gesellte sich motiviert durch seine Mentorin Katrin Nöldeke-Rambadt, der gerade neueingestellte Kollege Tim Pulina mit den Fächern Technik und Kunst, dessen Erstberuf Architekt ist, was sich für uns im Team als ein Glücksfall und eine besondere Bereicherung herauskristallisierte.

      Das Produkt seiner innovativen und kreativen Ideen und sein außerordentliches Engagement können wir alle heute hier in Form der Umgestaltung des Eingangsbereiches bewundern. Die Silhouetten – Schnitte als Pendant der Willy-Brandt-Statue des Künstlers Rainer Fetting entstanden unter seiner fachlichen Anleitung in einer klassen- und fächerübergreifenden Projektarbeit des 8. Jahrgangs.


      Bei der Auswahl und Gestaltung von Willy-Brandt-Zitaten und damit verbundenen technisch versierten Wandgestaltung brachte er sein „Know-How“ ein. Auch gelang es ihm, durch seine sehr anschaulich präsentierten Raumgestaltungskonzepte das Kollegium überzeugend in den Umsetzungsprozess mit einzubeziehen.

      Das gewählte Hauptzitat, das über dem Eingangsbereich steht, ist Ergebnis eines demokratischen Prozesses:

      „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“

      Wir stehen am Anfang eines gestalterischen Veränderungsprozesses der Nachhaltigkeit verspricht. Inzwischen gibt es einen Projektkurs in der Oberstufe, der sich mit Willy-Brandt und seinem Wirken auseinandersetzt. Die Projektidee einer akustischen Installation an den Säulen steht als weiteres künstlerisch/technisches Vorhaben mit Schülergruppen im Raum. Gemeinsam gestalten wir Zukunft für kontinuierlich über Tausend Schülerinnen und Schüler, in dem wir für ein friedliches und respektvolles Miteinander werben, Vielfalt als Chance und Bereicherung erleben und im gemeinsamen Lernen verschiedene Schulabschlüsse und den Übergang in Studium und Beruf ermöglichen.


      An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Beteiligten, die diese Feierstunde mit gestalten:Dem Bundesparteivorstand der SPD, vertreten durch Herrn Nietan die mit dem Wettbewerb den Stein des Anstoßes gaben.

      Bei dem Projektteam Anette Liesert, Katrin-Nöldeke-Rambadt in Abwesenheit, da sie sich im Sabbatjahr befindet und Tim Pulina, die den Stein ins Rollen brachten.


      Bei den Schülerinnen und Schülern des Projektkurses im Jahrgang 8 jetzt 9, die ihre Ergebnisse eindrucksvoll in Form der Silhouetten – Schnitte auf Stein präsentieren.

      Bei den Schülerinnen und Schülern des Projektkurses, die den Stein mit ihrer Arbeit aufnehmen.Bei den Mozarts der Klasse 6c unter der Leitung von Dominik Sahm und der Lehrerband für die Gestaltung des musikalischen Rahmens.


      Bei den Eltern und Frau Willeke, die im Anschluss für das Catering sorgen und natürlich bei dem Hausmeisterteam insbesondere Birgit Gründlers für ihre tatkräftige Unterstützung.Bei dem Verantwortlichen für die Technik-AG dem Kollegen Horst Timm.

      Bei den SuS und begleitenden KuK der Q 2 für die Vorbereitung der abschließenden Diskussionsrunde.

      Für die Unterstützung und das Verständnis der Schülerinnen und Schüler und den Kolleginnen und Kollegen, deren Unterricht durch die Veranstaltung gestört wird. Last but not least bei meinem Stellvertreter Burkhard Edeler für den es selbstverständlich war, dass wir dieses Projekt aus Eigenmitteln finanzierten.Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit und ich hoffe ich habe ihre Geduld nicht zu sehr strapaziert.
      Bilder
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