Toleranz und Respekt - Großer DG-Abend an der WBG„Man muss das Leben tanzen“ Friedrich Nietzsche

      Toleranz und Respekt - Großer DG-Abend an der WBG„Man muss das Leben tanzen“ Friedrich Nietzsche

      Eröffnung und Einstimmung in einen unterhaltsamen, literarisch und musikalisch anspruchsvollen Theaterabend boten am vergangenen Donnerstag mit ihren Battle Dance die Schülerinnen und Schüler der DG - Kurse des 9. Jahrgangs unter der professionellen Leitung von Andrea Iffland.



      Unter dem Titel „Jugend und Schule“ und dem Thema „Ich-Sein“ und Existenz“ interpretierten und rezitierten die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs unter der Leitung von Gabriela Prohl Gedichte von Ernst Jandl „ My own song“ und Bertold Brecht „Ich habe gehört ihr wollt nichts lernen“ oder ein Puppenspiel mit dem Titel „Eine teuflische Liebe“ und brachten diese in beeindruckenden und eigenwilligen Darstellungsformen und unterschiedlichen Szenarien wie Performance und Puppenspiel auf die Bühne des PZ an der WBG.

      Als krönenden Abschluss ihres Könnens präsentierten die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs einen letzten Tanz unter dem Motto:„Wir sind zwar alle unterschiedlich, jedoch am Ende alle gleich!“

      Den 2. Teil des Abends gestalteten die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses Q1 unter der Leitung von Gabriela Prohl.

      In diesem Jahr widmeten sie sich dem Thema „Toleranz“. Von der Bedeutung des Begriffes Toleranz nach Artikel 1 des Grundgesetzes ausgehend, kam ihnen das Drama „Der Gott des Gemetzels“ gerade recht. Zu einem wahrhaft theatralischen Höhepunkt spitzten sie das Geschehen zu, in dem sie es auf ein Floß in Seenot verlegten.

      Wie sich Toleranz ins Gegenteil verkehrte, zeigten sie beeindruckend szenisch umgesetzt in einer U-Bahn-Collage.

      Die „Toleranz“ oder „Verwirrtheit“ der meisten Zuschauer stellte die Musikgruppe der Q1 mit ihrem Stück „4 Minuten 33“ des Avantgarde-Komponisten John Cage auf eine besondere Probe. Ein stummes Orchester, das keinen Ton spielt? Es lud zum Nachdenken über Musik und Stille sowie der Geräusche im Raum ein.

      Anschließend treten die Schauspieler mit ihrem Publikum aus der Bahnhofsvorhalle hinaus in die „Augen der Großstadt“ von Kurt Tucholsky:Finden sie dort Toleranz? Das Glück? Menschen? Einen Freund? Freiheit?

      Mit Shadowland, einer Performance der ganz besonderen Art, einem Schattenspiel über Paris und die Liebe, verabschiedeten sich die Schauspieler von einem begeisterten Publikum.

      It`s time to say Good-Bye!

      Violetta Kroll-Baues