The Elektra Legacy - down under – Surprise! Surprise!

      The Elektra Legacy - down under – Surprise! Surprise!



      oder Der Hammer Elektra – oder: Wie kann ein fast 2500 Jahre altes Stück uns heute begeistern?

      Es geht um Rache und Tod und um Selbstjustiz und um wieder neue Tote und darum, dass das alles nichts bringtund es ging um so viel mehr ...

      Doch der Reihe nach:

      Schon vor den Sommerferien hatten wir – SchülerInnen der GK- und LK- Kurse Deutsch und Englisch der Oberstufe der WBG – uns bereit erklärt, Schauspieler der Nuworks Theatre Company aus Melbourne aufzunehmen, wenn sie mit ihrem Stück „The Elektra Legacy“ am ASG ihre einzige Vorstellung in Castrop-Rauxel geben.

      Dann hörten wir lange Zeit nichts davon.Gefühlt einen Tag vorher kam dann die Nachricht: Sie kommen!!!

      Leichte Panik brach aus, doch wir wären ja nicht die WBG, wenn wir das nicht gewuppt hätten.

      So wurde dann in letzter Minute organisiert – umorganisiert – Unterkünfte gesucht und gefunden – Frühstück vorbereitet etc. Am 27.09. saßen wir dann abends in der Aula des ASGs und starrten zunächst auf die leere Bühne – klar die Company reist mit leichtem Gepäck.

      Doch schon der erste Tanz der maskierten Soldaten nahm uns die Angst, eine staubtrockene Uralt-Tragödie zu sehen, denn sie stampften mit ihren Stiefeln und ihren Stöcken zu einer modernen Musik einen Rhythmus aufs Parkett, der scheinbar so gar nichts mit Sophokles zu tun hat und dann wieder doch mit dieser strumpfmaskenverhüllten Schauspielerin und dem Königsvater Agamemnon auf Stelzen.Die rockigen Lieder, die Stöcke, die zu Waffen, Grenzen, Häusern wurden, die Mimik der Schauspieler, die gewollt bei einem Tanz zur Fratze wurde, die grelle Beleuchtung und vielleicht auch die englische Sprache, das alles zog uns in diese Welt, in der Orest (ein Super-Schauspieler) und Elektra an Hass und Rache verzweifeln.

      Hier nun einige Stimmen:

      „Man hat immer gemerkt, es ist ein Schauspiel, aber wie es präsentiert wurde, das war der Hammer.“

      „Damit habe ich nicht gerechnet. Das war das beste Schauspiel, was ich je gesehen habe!"

      „Kann man so etwas nicht auch mit `Faust’ machen?“

      Keiner konnte so recht glauben, dass nach 90 Minuten das Licht anging. War jetzt alles vorbei? Oder steckt vielleicht ganz viel davon auch heute in uns? Wir haben jedenfalls keine Minute der Aufführung bereut!!!

      Die SchülerInnen des LK Deutsch:

      Irrem Alagöz, Melisa Celebic, Nikolas Pentrup, Damla Dursun, Anna Isbruch, Devin Peuster, Lena Lennemann, Morten Niggemeier