Cybermobbing Projekt

Seit Beginn des Schuljahres 2018/19 ist an unserer Schule die freiwillige Medienscouts-AG unter der Leitung der Beratungslehrerin Sündüz Turhan mit engagierten Schülerinnen und Schülern des achten Jahrgangs gestartet. Ziel ist es,  über Medien, die Internetnutzung und Gefahren, der heutigen Medien, aufzuklären. Durch die Kooperation mit  dem Ernst-Barlach-Gymnasiums (EBG), ist es uns gelungen, der Ausbildung zu Medienscouts etwas näher zu kommen. Denn am EBG gibt es bereits einen Neigungskurs Medienscouts, der in diesem Schuljahr in der Jahrgangsstufe 8 unter der Leitung von den Beratungslehrerinnen Ulrike Kuhlmann und Melanie Vohrmann eingeführt wurde.

Am 23.01.2019 wurde das Oberstufenprojekt an der Fridtjof-Nansen-Realschule (FNR) in einer 8. Klasse durchgeführt. Hurija und Meltem haben die Theorie zuerst nur im Allgemeinen erklärt, ohne die Folgen von Cybermobbing zu diskutieren. Daraufhin liessen sie die Schüler Fallbeispiele analysieren und anschließend nachspielen. Nach diesem Durchgang erfolgte eine erste Evaluation von Seiten der Schüler, bei der sie ihre Gefühlslage in diesen Situationen beschreiben sollten. Im zweiten Durchgang waren die Schüler aufgefordert, die Rollen zu tauschen, sodass der Täter in die Rolle des Opfers und das Opfer in die Rolle des Täters schlüpfen konnte. Erneut sollten die Schüler ihre Gefühlslage beschreiben und schon erste Folgen von Mobbing feststellen können. Nachdem die Gruppen fertig waren, wurden die Konsequenzen von Cybermobbing, die Gefahren des Internets und Maßnahmen, sowie Präventionsmöglichkeiten von den Leiterinnen, Hurija und Meltem, beschrieben und anhand bereits diskutierter Fallbeispiele verdeutlicht.

Das gleiche Projekt wurde am Ernst-Barlach-Gymnasium (EBG) am 30.01.2019 im Neigungskurs Medienscouts durchgeführt. Aufgrund der Erfahrungen mit diesem Thema konnten die Schülerinnen und Schüler des - EBGs viele kreative Ideen zur Gestaltung der Rollenspiele beitragen. Die Medienscouts unserer Schule haben die Lage gut ausnutzen können und haben sich durch ihre aktive Beteiligung an den Rollenspielen mit den Schülern des EBGs vernetzt.

Da die Projekte am EBG, WBG und an der FNR gut aufgenommen wurden, wurde entschlossen ein weiteres Projekt im Verlauf der nächsten Wochen in der 8. Klasse von Siegfried Störmer zu verwirklichen. Außerdem besteht auch in anderen Jahrgängen großes Interesse, dieses Projekt durchzuführen. Demzufolge wurde dieses Projekt am 15.02.2019 im 6. Jahrgang in der IFÖ-Klasse und im 10. Jahrgang durchgeführt.

Meltem und Hurija legen hohen Wert auf einen respektvollen Umgang mit unseren Mitmenschen und dieses geben sie auch in ihren Projekten weiter, wobei sie z.B. die Schüler direkt darauf ansprechen und aufmerksam machen. Zusätzlich heben sie den ersten Artikel unseres Grundgesetzes hervor: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“, in der Hoffnung, dass Kinder nicht mehr wegen ihres sozialen Hintergrunds, ihrer Nationalität oder ihres Aussehens ausgegrenzt oder sogar gemobbt werden.

Im Laufe des Schuljahres traten zwei Oberstufenschülerinnen, Hurija Becic und Meltem Salbas, mit Frau Turhan in Kontakt, um deren Oberstufenprojekt zu verwirklichen. Das Oberstufenprojekt entstand im Rahmen des Projektkurses-Pädagogik, der von der Lehrerin Wibke Große-Herrenthey geleitet wird und den Namen „Prävention von Cybermobbing“ trägt. Hurija und Meltem verfolgten das Ziel, das Projekt im achten Jahrgang an verschiedenen Schulen durchzuführen, um auf diese Weise die jüngeren Schülerinnen und Schüler sowohl über das Thema „Prävention von Cybermobbing“ aufzuklären als auch Vergleiche zwischen den achten Klassen der verschiedenen Schulformen zu ziehen.

Im folgenden Verlauf haben sich Hurija Becic und Meltem Salbas mit den Medienscouts der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) zusammengesetzt und sie auf das Projekt vorbereitet, indem sie ihre Theorien vorgestellt haben. Daraufhin kam es auch schon zur ersten Durchführung des Projekts „Prävention von Cybermobbing“.