An der Willy-Brandt-Gesamtschule Castrop-Rauxel legen wir großen Wert auf Vorbereitungsmaßnahmen für das spätere Berufsleben.

Diese Maßnahmen finden im Rahmen des Konzeptes „Kein Abschluss ohne Anschluss“ statt. Unsere Vorbereitungsmaßnahmen beginnen ab der Jahrgangsstufe 8 und enden mit dem Erreichen des ersten qualifizierenden Abschlusses nach der Sekundarstufe I.

Im Jahrgang 8 führen wir unsere Schülerinnen und Schüler erstmals gezielt an das Thema „Berufsorientierung und Lebensplanung“ heran, indem wir mit einem externen Partner eine sogenannte Potenzialanalyse durchführen.

Die Potenzialanalyse ist ein wissenschaftlich basierter und sehr umfangreicher Test, welcher die Stärken und Schwächen unserer Schülerinnen und Schüler in ganz unterschiedlichen Bereichen ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten erhebt. Dieser Test wird durch ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen (mit Berufserfahrung im Handwerk) durchgeführt, ausgewertet und in intensiven Einzelgesprächen mit den Schülerinnen und Schülern reflektiert. Die Ergebnisse bleiben vertraulich.

Ein weiterer Baustein in der Jahrgangsstufe 8 sind drei Projekttage zum Thema „Lebensplanung und Berufsorientierung“. Diese Tage werden sowohl von externen Partnern als auch von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern gestaltet. Hier werden z.B. Besuche der DASA oder von Betrieben durchgeführt, aber auch das Thema Lebensplanung mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit erörtert.

Der dritte und letzte Baustein umfasst das Thema Berufsfelderkundung. Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs haben die Gelegenheit eigenverantwortlich drei bis fünf Tagespraktika zu absolvieren. Dafür sind in der Regel die letzten Schulwochen vor den Sommerferien vorgesehen.

Während des gesamten Schuljahres arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern am Berufswahlpass und mit dem Arbeitsheft „Starke Seiten“, welches unterstützend eingesetzt wird. 

Der Jahrgang 9 bildet mit dem dreiwöchigen Praktikum das Herzstück unserer beruflichen Vorbereitungsmaßnahmen. Es findet in der Regel zu Beginn des zweiten Halbjahres statt und wird an insgesamt fünf Projekttagen durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer in der Schule vor- und nachbereitet.

Bereits am Ende der Jahrgangsstufe 8 erhalten die Schülerinnen und Schüler die Aufforderung sich aktiv Praktikumsplätze zu suchen. Die selbstständige Kontaktaufnahme mit den Betrieben stellt für viele Schülerinnen und Schüler bereits eine wichtige Lernerfahrung dar.

Kurz vor Praktikumsbeginn erfolgt die Praktikumsvorbereitung mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern. Sie dauert drei Tage.

Nach Beendigung des Praktikums werden die Erfahrungen im Rahmen eines Präsentationsabends auf kreative und unterhaltsame Art den Eltern vorgestellt.

Gegen Ende des 9. Jahrgangs bietet die Schule in Zusammenarbeit mit unseren außerschulischen Partnern ein eintägiges Bewerbungstraining an, das den Startschuss in die konkrete Suche nach einem Ausbildungsplatz in den anschließenden Sommerferien darstellen soll.

Im 10. Jahrgang bietet die Willy-Brandt-Gesamtschule im Rahmen der Fächergruppe ES (Ergänzungsstunden) das Wahlfach „berufliche Orientierung“ an, das die einzelnen Schritte des Bewerbungsverfahrens noch einmal an konkreten Stellenangeboten durchführt, und den Schülerinnen und Schülern direkte Hilfestellung bei der eigenen      Bewerbung gibt.

In enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit finden regelmäßige individuelle Beratungstermine in der Schule statt. Außerdem informiert der Berufsberater alle Schülerinnen und Schüler über die unterschiedlichen Bildungswege nach Beendigung der 10. Klasse und die damit verbundenen vorbereitenden Schritte (Schule aus – was dann?).

Bereits ab der 9. Klasse arbeitet die Willy-Brandt-Gesamtschule eng mit dem Bildungsträger rebeq zusammen, der auf Antrag eine besondere Begleitung bei der Berufswahl und Bewerbung für insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler übernimmt. Dieses intensive Coaching findet bis zum Schulabschluss nach Klasse 10 statt.

Gegen Ende des Schuljahres bieten einige unserer Lernpartner die Möglichkeit, an der Schule in einer Art „Speed-Dating“ noch kurzfristig einen Ausbildungsplatz zu bekommen (Last Call).

Im 2. Halbjahr betreut das Abteilungsbüro kontinuierlich die Schülerinnen und Schüler bei der Anmeldung am Berufskolleg mit dem Internet-Tool „Schüler-online“.